Porreeklöße

Ich erinnere mich noch, wie meine Oma an grauen Winterabenden Porreeklöße kochte: warme, sanft schmeckende Klöße, in denen Lauch und Kartoffel zu etwas tröstlich Einladendem wurden. Porreeklöße sind einfache, DDR-verwurzelte Kartoffel-Lauch-Klößchen — herzhaft, budgetfreundlich und perfekt, wenn du Komfortessen mit wenig Aufwand suchst.
Warum dir dieses Gericht gefallen wird
Porreeklöße verbinden günstige Zutaten mit großem Geschmack. Sie sind sättigend, familienfreundlich und ideal, wenn du Reste verwerten möchtest (gekochte Kartoffeln oder weiches Brot passen gut). Dieses Gericht ist außerdem ein schöner Blickfang für regionaltypische DDR-Rezepte: bodenständig und unkompliziert.
"Einfach, nahrhaft und immer ein Treffer — Porreeklöße erinnern an Hausmannskost, die man mit Liebe serviert." — ein kleiner Küchen-Test aus meiner Familie
Porreeklöße eigenen sich hervorragend für:
- schnelle Abendessen an Wochentagen
- gemütliche Sonntagsessen, wenn du Gäste bewirtest
- Gerichte, bei denen du mehrere Komponenten (Gemüse, Sauce) kombinieren willst
Der Kochprozess erklärt
Kurzüberblick: Du kochst Kartoffeln (oder verwendest gekochte), mischst sie mit angebratenem Lauch, bindest die Masse mit Ei und Mehl/Grieß, formst Klöße und garst sie kurz in siedendem Wasser. Optional werden die Klöße danach in Butter angebraten, bis sie außen leicht knusprig sind.
Wichtige Prozessschritte, auf die du achten solltest:
- Lauch langsam anschwitzen, damit er süß und mild wird.
- Kartoffeln gut ausdampfen lassen, damit die Masse nicht zu feucht wird.
- Teig nur so viel binden, wie nötig — zu viel Mehl macht zähe Klöße.
- Einen Testkloß garen, bevor du alle formst.

Was du brauchst
- 600 g Kartoffeln (mehlig oder vorwiegend mehlig) — gekocht und durchgedrückt
- 2 Stangen Lauch (nur das helle und hellgrüne), fein geschnitten
- 1 Ei (für Bindung; bei Vegan-Variante: 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser)
- 60–80 g Mehl oder feiner Semmelbrösel / Grieß (je nach Feuchte der Masse)
- Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
- 2 EL Butter oder Pflanzenöl zum Anbraten
- Optional: etwas geröstete Zwiebel oder Speckwürfel für mehr Aroma
DDR-Rezepte-Tipp: In ehemaligen DDR-Haushalten wurden Porreeklöße oft mit einfachem Brot oder Bröseln gebunden — ein guter Weg, um Reste zu verwerten.
Substitutionen/Notizen:
- Glutenfrei: Reismehl oder Kichererbsenmehl statt Weizenmehl verwenden; evtl. mehr Bindung durch Stärkemehl (Tapioka).
- Vegan: Ei ersetzen durch geschrotete Leinsamen (1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser = 1 Ei) oder Kartoffelstärke.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
- Kartoffeln schälen, in Salzwasser weichkochen und abgießen. Kurz ausdampfen lassen. Noch warm durch eine Presse drücken oder fein stampfen.
- Lauch in Ringe schneiden. In einer Pfanne Butter oder Öl erhitzen. Lauch bei mittlerer Hitze langsam anschwitzen, bis er weich und leicht süß ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Abkühlen lassen.
- Lauch unter die Kartoffelmasse mischen. Ei, Muskat und nach und nach Mehl oder Semmelbrösel zufügen. Mit den Händen oder einem Löffel zu einem formbaren Teig verarbeiten. Die Masse sollte nicht klebrig, aber formbar sein.
- Mit nassen Händen Klöße formen (walnuss- bis tischtennisballgroß). Einen Testkloß in leicht siedendem Salzwasser garen: Wenn er an die Oberfläche steigt und durch ist (ca. 8–10 Minuten), stimmt die Konsistenz.
- Alle Klöße in portionsweise siedendem Wasser gar ziehen lassen. Herausnehmen und kurz abtropfen.
- Optional: Klöße in etwas Butter in einer Pfanne kurz anbraten, bis sie außen goldbraun sind.
Best ways to enjoy it
Porreeklöße schmecken klassisch mit:
- zerlassener Butter und gebräunten Zwiebeln
- einer hellen Senfsoße oder Pilzrahmsoße
- Sauerkraut oder gedünstetem Rotkohl als Beilage
- Für eine leichte Version: grüner Salat und ein Klecks Joghurt-Dip
Plating-Ideen: 3–4 Klöße auf einem Teller anrichten, mit brauner Butter beträufeln, frische Petersilie darüber. Für Gäste: neben den Klößen eine kleine Schale Senfsoße und karamellisierte Zwiebeln.
Wie du Reste aufbewahrst
- Im Kühlschrank: In einem luftdichten Behälter bis zu 3 Tage. Vor dem Einlagern vollständig abkühlen lassen.
- Aufwärmen: Im Ofen bei 160–180 °C 10–12 Minuten erhitzen oder in der Pfanne mit etwas Fett knusprig anbraten. So bleibt die Außenfläche schön.
- Einfrieren: Klöße vor dem Garen oder nach kurzem Blanchieren einzeln auf einem Backblech vorkühlen und einfrieren. Anschließend in Gefrierbeutel umfüllen. Haltbarkeit: bis zu 3 Monate. Gefrorene Klöße direkt in leicht siedendes Wasser geben oder bei 160 °C im Ofen erwärmen (die Garzeit verlängert sich).
Lebensmittelsicherheit: Stelle sicher, dass Produkte mit Ei vollständig durchgegart sind. Reste nicht länger als empfohlen lagern.
Pro chef tips
- Kartoffeln gut ausdampfen lassen — überschüssige Feuchte macht die Klöße weich.
- Wenn die Masse zu weich ist, verwende feine Semmelbrösel statt mehr Mehl; das erhält die Textur.
- Ein Testkloß spart Arbeit: Koche zuerst einen kleinen Ball, bevor du alle formst.
- Für feine Textur Kartoffeln heiß pressen statt stampfen. Für rustikale Klöße grob stampfen.
- Willst du knusprige Oberfläche? Nach dem Kochen kurz in Butter anbraten.
Different ways to try it
- Mit Speck & Zwiebeln: Gebratener Speck unter die Masse mischen für extra Umami.
- Käse-Variante: 30–50 g geriebener Bergkäse in den Teig oder als Füllung.
- Vegan: Leinsamen-Ei + Pflanzenmargarine + Hefeflocken für herzhaften Käsegeschmack.
- Kräuterporree: Frische Kräuter (Dill, Petersilie) fein hacken und untermischen.
- Auflauf-Version: Klöße mit Lauchrahm in eine Auflaufform schichten, mit Käse überbacken (inspiriert von regionalen DDR-Aufläufen).
Häufige Fragen
Q: Sind Porreeklöße vegetarisch?
A: Die klassische Version ist vegetarisch, wenn du auf Speck verzichtest. Mit Speck werden sie fleischiger. Für Veganer ersetze Ei und Butter durch pflanzliche Alternativen.
Q: Kann ich die Klöße glutenfrei machen?
A: Ja. Nutze Kartoffel- oder Maisstärke, Reismehl oder fein gemahlenes Buchweizenmehl als Bindemittel. Achte darauf, dass die Bindung eventuell angepasst werden muss.
Q: Wie lange müssen die Klöße kochen?
A: In siedendem, nicht stark kochendem Wasser garen sie meist 8–12 Minuten. Ein Kloß ist fertig, wenn er an die Oberfläche steigt und innen durch ist.
Q: Warum werden meine Klöße auseinanderfallen?
A: Meist liegt es an zu wenig Bindung (nicht genug Mehl/Semmelbrösel) oder zu feuchter Masse. Korrigiere mit Semmelbröseln und teste einen Kloß vor dem gesamten Formen.
Q: Kann ich die Klöße vorbereiten und später kochen?
A: Ja. Forme die Klöße und lagere sie luftdicht im Kühlschrank bis zu 24 Stunden. Länger solltest du sie roh eher einfrieren.
Conclusion
Wenn du klassische DDR-Notkultur mit modernem Komfort kombinieren willst, sind Porreeklöße eine hervorragende Wahl: preiswert, sättigend und anpassbar. Für ähnliche Rezepte und Inspirationen kannst du dir dieses vegetarische Kartoffel-Porree-Klöße-Rezept auf der Hausfrauenseite anschauen und eine Auflauf-Variante mit Lauch und Klößen bei Chefkoch (Klöße-Lauch-Auflauf von Leja) als Variante probieren. Viel Spaß beim Nachkochen — und vergiss nicht, zuerst einen Testkloß zu machen.

Porreeklöße
Zutaten
Hauptzutaten
- 600 g Kartoffeln (mehlig oder vorwiegend mehlig) gekocht und durchgedrückt
- 2 Stangen Lauch nur das helle und hellgrüne, fein geschnitten
- 1 Stück Ei für Bindung; bei Vegan-Variante: 1 EL Leinsamen + 3 EL Wasser
- 60–80 g Mehl oder feiner Semmelbrösel / Grieß je nach Feuchte der Masse
- Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss
- 2 EL Butter oder Pflanzenöl zum Anbraten
- geröstete Zwiebel oder Speckwürfel optional für mehr Aroma
Zubereitung
Zubereitung
- Kartoffeln schälen, in Salzwasser weichkochen und abgießen. Kurz ausdampfen lassen. Noch warm durch eine Presse drücken oder fein stampfen.
- Lauch in Ringe schneiden. In einer Pfanne Butter oder Öl erhitzen. Lauch bei mittlerer Hitze langsam anschwitzen, bis er weich und leicht süß ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Abkühlen lassen.
- Lauch unter die Kartoffelmasse mischen. Ei, Muskat und nach und nach Mehl oder Semmelbrösel zufügen. Mit den Händen oder einem Löffel zu einem formbaren Teig verarbeiten. Die Masse sollte nicht klebrig, aber formbar sein.
- Mit nassen Händen Klöße formen (walnuss- bis tischtennisballgroß). Einen Testkloß in leicht siedendem Salzwasser garen: Wenn er an die Oberfläche steigt und durch ist (ca. 8–10 Minuten), stimmt die Konsistenz.
- Alle Klöße portionsweise in siedendem Wasser gar ziehen lassen. Herausnehmen und kurz abtropfen.
- Optional: Klöße in etwas Butter in einer Pfanne kurz anbraten, bis sie außen goldbraun sind.






